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Die Insel Taiwan wurde am vergangenen Wochenende, 7.-9. August 2009, von Taifun „Morakot“ heimgesucht. 62 Menschen starben im regenreichsten Unwetter seit 100 Jahren, weitere 35 wurden verletzt und zahlreiche Personen werden noch vermisst.

Ein Dorf in Siaolin, Kaoshiung County im gebirgigen Süden von Taiwan, hat es besonders schwer getroffen: Von 1.339 Bewohner gelten noch über 500 als vermisst, Rettungstrupps suchen fieberhaft nach den Opfern. In Taitung, im Osten Taiwans, wurden 500 Bewohner aus ihren Häusern evakuiert, kurze Zeit später schwemmte die starke Strömung des Flusses Taimali ingesamt 51 Häuser in den Pazifik.

Gemessen am Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden gilt „Morakot“ bereits als der siebtschwerste Taifun in der Geschichte Taiwans. Laut dem Wirtschaftsforschungsinstitut Polaris wird der wirtschaftliche Verlust auf rund USD 450 Mio. beziffer.

Die Gesamtsumme der Schäden wird in der Agrarwirtschaft nach ersten Schätzungen mindestens USD 221 Mio. betragen. 51.718 Hektar landwirtschaftliche Anbauflächen wurden durch Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen. Die Schäden im Ackerbau betragen schätzungsweise USD 88,2 Mio. Im Bereich Viehzucht wird der Schaden auf USD 18,95 Mio. geschätzt.

Aktuell sind immer noch zahlreiche Städte und Dörfer in Kaohsiung County von der Versorgung abgeschnitten.

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